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Dies ist eine Übersetzung der englischen Seite /freemail vom 31.03.2009. Unter Umständen enthält die englische Seite aktuellere Informationen

Freemail


Freemail ist ein Email-System für Freenet. Es erlaubt das Senden anonymer Mails an andere Freenet-Nutzer mit einem gewöhnlichen Email-Client. Derzeit wird es nicht mit dem Freenet-Installer ausgeliefert und muss separat heruntergeladen werden. Das Freemail-Plugin können Sie genauso über die Auswahl in der Plugin-Liste Ihres Freenet-Knotens herunterladen. Jedoch Vorsicht, das Plugin ist noch im frühen Entwicklungsstadium und als Nutzer ist es ratsam die Log-Dateien im Auge zu behalten und Probleme zu melden.

Sie können die zuletzt kompilierte Version hier downloaden: http://downloads.freenetproject.org/alpha/plugins/Freemail

Einfache Benutzereinrichtung

Der einfache Weg zur Einrichtung eines Freemail-Accounts ist der Besuch des Plugins über die Plugin-Seite nach dem Download. Das Webinterface fordert Sie auf den IMAP-Namen, das IMAP-Passwort und einen Freemail-Kurznamen anzugeben. Nachdem der Account eingerichtet wurde, wird der für Sie erzeugte sichere Name zugesendet.

Die gewählte kurze Freemail-Adresse muss einzigartig sein und wird in etwa folgendermaßen aussehen:

<irgendwas>@<kurze-Freemail-Adresse>.freemail


Das <irgendwas> vor dem @ wird ignoriert. Es ist nur notwendig, weil Email-Nutzer und Transport-Agenten ein @ in der Mail-Adresse sehen wollen. Ja, wir wissen, dass es ein häßlicher Pfusch ist.

Nachdem das Freemail-Plugin für den Freenet-Proxy-Daemon installiert wurde, bewirkt ein Start oder Neustart des Daemons den automatischen Start des Freemail-Services.

Sollte das Web-Interface aus irgendeinem Grund nicht funktionieren, gibt es weiter unten eine Anleitung zur per Hand konfigurierten Installation.

Mailclient-Einrichtung

Nun haben Sie den Freemail-Proxy laufen, das heißt Sie können über Freenet Emails senden und empfangen. Dazu empfehlen wir Ihnen die Einrichtung Ihres bevorzugten Email-Clients um die speziellen privaten Freenet-Ports zu nutzen:


Ihr Freemail-Plugin muss während des Sendens und Empfangs von Freemails laufen. Das Laufenlassen Ihres Knotens, mit aktiviertem Freemail-Plugin, wird dies sicherstellen.
Für Zwecke des Debuggens ist es möglich Freemail-Emails auch zu senden und zu empfangen während nur Freenet.jar läuft.

Holen von Freemail-Emails mit fetchmail

Sie können leicht mit fetchmail Ihre Freenet-Emails mit einem Eintrag wie diesem holen:

poll freenet via localhost with proto imap port 3143
	user LOCALNAME here is IMAPNAME there with password PASSWORD


Das wird für ein automatisches Holen und Eingliedern der Freenet-Emails in den normalen Email-Eingangsfluß sorgen, sodass jeder Ihrer Email-Clients sie sehen wird. Natürlich müssen Sie IMAPNAME und PASSWORD an Ihren bei der Erstellung des Freemail-Accounts angegebenden Authentifikations-Paares anpassen, sowie LOCALNAME an den lokalen Login an dem Sie die Emails empfangen wollen.

Eine Variante dieses Rezepts wird auch funktioniert, wenn Sie Ihren Freenetknoten auf einem anderen Rechner laufen haben. Ändern Sie nur "localhost" auf die DNS-Adresse Ihres Rechners mit dem Freenet-Knoten.

Thunderbird

Falls Sie Thunderbird als Ihren Mailclient verwenden:



Nun sollte es Ihnen möglich sein, eingehende Freemails zu lesen. Um Emails zu senden:


Glückwunsch - Sie sind nun aufs Senden und Empfangen von Emails über Freenet eingerichtet!

Händische Konfiguration

Um einen Account für Freemail einzurichten führen Sie folgende Befehle aus:

java -jar Freemail.jar --newaccount <Benutzername>
java -jar Freemail.jar --passwd <Benutzername> <Passwort>
java -jar Freemail.jar --shortaddress <Benutzername> <kurze-Freemail-Adresse>
java -jar Freemail.jar


Tauschen Sie die Angaben zwischen den <Klammern> mit geeigneten Angaben.

Nach dem Aufruf des letzten Befehls haben Sie einen funktionierenden Freemail-Proxy, auf localhost am IMAP-Port 3143 für eingehende Mails lauschend und am SMTP-Port 3025 für ausgehende Mails. Verbinden Sie sich damit mit Ihrem bevorzugten Emailclient.

Falls Sie nicht folgen konnten, hier eine längere und detailierte Anleitung:

Account-Einrichtung

Wechslen Sie in das Verzeichnis, welches die Freemail.jar-Datei enthält. In der Kommandozeile tippen Sie:

java -jar Freemail.jar


Falls Sie Freemail das erste Mail starten, wird es Sie auffordern einen Account anzulegen:

Starting Freemail for the first time.
You will probably want to add an account by running Freemail with arguments --newaccount <username>


Also machen Sie was es Ihnen sagt. Der Benutzername, den Sie hier erstellen, wird für die Authentifizierung beim Freemail-Service benutzt und wird nur von Ihnen gesehen. Es ist nicht Teil Ihrer Freemail-Adresse:

java -jar Freemail.jar --newaccount john


Es erzeugt nun Ihre Freemail-Adresse, eine lange zufällige Zeichenkette wie irgendwas@DS3FG3R...SF6FHJ8YUK.freemail. Die Erzeugung des kryptographischen Schlüsselpaares ist ein berechnungs-intensiver Vorgang und benötigt auf einem langsamen Rechner möglicherweise ein paar Minuten.

Generating mailsite keys...
Mailsite keys generated.
Your Freemail address is: anything(irgendwas)@DS3FG3R...SF6FHJ8YUK.freemail
Generating cryptographic keypair (this could take a few minutes)...
Account creation completed.
Account created for john. You may now set a password with --passwd <password>


Der nächste Schritt ist die Erstellung eines Passworts für Ihren Account. Die Syntax zur Passworterzeugung wird unten gezeigt:

java -jar Freemail.jar --passwd <Benutzername> <Passwort>


Zur Erzeugung des Passworts geheimesPasswort für den Nutzer john tippen Sie:

java -jar Freemail.jar --passwd john geheimesPasswort


Nun haben wir einen Account, ein Passwort für diesen Account und eine einigermaßen lange Freemail-Adresse. Das Problem ist, dass nicht viele Leute dieser Welt fähig sein werden, sich diese Freemail-Adresse zu merken. Die Lösung zu diesem Problem ist die Erzeugung einer kurzen Adresse, die auf die lange Adresse zeigt:

Um das zu tun rufen Sie nochmal den Hauptbefehl auf:

java -jar Freemail.jar


und die Software wird zur Erzeugung einer kurzen Freemail-Adresse aufrufen:

Secure Freemail address: anything(irgendwas)@DS3FG3R...SF6FHJ8YUK.freemail
You don't have a short Freemail address. You could get one by running Freemail
with the --shortaddress option, followed by your account name and the name
you'd like. For example, 'java -jar freemail.jar --shortaddress bob bob' will give
you the address 'anything(irgendwas)@bob.freemail'. Try to pick something unique!
trying slotinsert to freenet:SSK@sdfgsdfg...ertretert/mailsite-1/mailpage


Die Syntax zur Erzeugung einer kurzen Freemail-Adresse ist:

java -jar Freemail.jar --shortaddress <Benutzername> <kurze-Freemail-Adresse>


Für ein Alias bekannt als jsmith für den Nutzer john tippen Sie:

java -jar Freemail.jar --shortaddress john jsmith


Falls der kurze Alias frei ist, wird es Ihnen mitgeteilt:

Secure Freemail address: anything(irgendwas)@DS3FG3R...SF6FHJ8YUK.freemail
Short Freemail address (*probably* secure): anything(irgendwas)@jsmith.freemail


Nun haben Sie einen Freemail-Account, eine lange und eine kurze Adresse erstellt und ein Passwort für diesen Account eingerichtet. Nun ist alles was Sie machen müssen, den Freemail-Proxy starten und nach eingehenden IMAP- und SMTP-Verbindungen zu lauschen. Der Freemail-Proxy muss laufen, während Sie Freemail nutzen, ansonsten werden keine Emails; die Sie senden, ausgeliefert. Zum Start des Freemail-Proxys tippen Sie:

java -jar Freemail.jar


Fehlerbehebung: Tipps

Falls Sie versuchen, die Freemail.jar zu starten und Nachrichten erhalten, welche aussehen wie:

24/12/2008 11:20:52 ERROR(freemail.smtp.SMTPListener): Error in SMTP server - Address already in use
24/12/2008 11:20:52 ERROR(freemail.imap.IMAPListener): Error in IMAP server - Address already in use


...heißt das möglicherweise, dass Sie das Freemail-Plugin über das Web-Interface geladen haben und der Knoten bereits läuft. An einem Linux-Rechner können Sie kontrollieren ob die privaten SMTP und IMAP-Ports in Benutzung sind, mit netstat -tln. Die Portnummern nach denen Sie suchen sind 3143 (Freenet IMAP) und 3025 (Freenet SMTP).

Falls Sie diese Nachrichten erhalten und diese Ports sind nicht in Benutzung, versuchen Sie den knoten zu beenden und neuzustarten. Existiert das Problem danach wieder, haben Sie einen Bug/Fehler gefunden und sollten ihn den Freenet-Entwicklern mitteilen.

Sind die Ports wirklich in Benutzung, prüfen Sie die Liste der Plugins in Ihren Plugins. Ist Freemail in dieser Liste, können Sie es entweder entfernen oder durch die händische Prozedur gehen oder Ihren Freemail-Account durch das Web-Interface konfigurieren.
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